Michael: Fromage Fromage

Hm, mein letzter Blog ist tatsächlich schon ziemlich lange her. Bisher ist noch nicht wirklich Neues oder Aufregendes geschehen. Nein, wir haben die früher beschriebenen Exsesse nicht wöchentlich wink Heute deswegen nur ein kleine Episode aus dem täglichen Leben in Frankreich.

Das es kein Dosenpfand oder Einwegpfand gibt wissen wir ja bereits. Was damit überhaupt nichts zu tun hat, mindestens aber genauso merkwürdig ist, ist die französische vorliebe für Käse. Der durchschnittliche Kühlschrank in einem durchschnittlichen Haushalt in Frankreich ist im vergleich zum durchschnittlichen deutschen Kühlschrank überdurchschnittlich hoch mit Käse belastet.

Zu den Standards zählen noch Tütenweise geriebener Käse, Käseaufschnitt, Schnitt- und Streichkäse. Würde man das alles in meinem Kühlschrank finden, würde ich sagen, das ist schon verdammt viel Käse. Doch die Franzen fangen hier erst an. Es gibt cremigen Käse der in typischen Joghurtbechern verpackt ist, es gibt flüssigen Käse zum Trinken (Buttermilch kommt dem in Dtl. warscheinlich am nähesten), es gibt gefrorenen Käse der wie Eiscreme gegessen wird und es gibt Käse der aussieht als sei er Quark. Wenn man ganz viel Zucker dran tut, dann schmeckt er auch fast so…
Ausserdem kann man Pizza mit bis zu 6 verschiedenen Käsesorten bestellen, da ist dann nur Käse drauf und n kleines bischen Tomatensosse (für die Farbe).

Wenn man sich mal die grösseren Supermärkte ansieht, dann ist das nicht sonderlich verwunderlich. Da gibt es scheinbahr endlose Reihen von Kühlfächern die mit den diversesten Sorten Käse gefüllt sind. Dazu kommt natürlich noch die obligatorische Frischkäsetheke. Die ist allerdings ebenfalls überdimensioniert, so das 4 Bedienung dahinter Arbeit verrichten. Wie verrückt das ganze ist, merkt man daran, das man an der Theke ne Nummer ziehen muss, wie beim Arbeitsamt oder im Rathaus. Die wird dann aufgerufen und man darf sich dann den Käse aussuchen.

(Ok, an dieser Stelle muss ich gestehen, ich hab den Blog in 2 Teilen geschrieben, vor und nach dem Mittag. Und als ob ich eine Vorahnung hatte, heute ist in der Cafeteria “Käsetag”. Ich konnte mir also ein kleines Grinsen nicht verkneifen und kam ins Grübeln. Nur ein weiterer Beweis für den Käsefanatismus. Die Schlange an der Theke für die Käsepizza (4 Sorten Käse, Sahne und Hünchen) erinnerte mich an Zeiten in denen Bananen ziemlich selten käuflich erwerblich waren. Imposant…
Sogar die Butter hier heisst wie ein Käse (President))

übgrigends, um von der ganzen Cheese Frenzienes mal wegzukommen: Delphine ist als Frauenname in Frankreich nicht unüblich. Naja, besser als Pottwahl.

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Michael: fête nationale

Gestern ging in Frankreich niemand zur Arbeit. Ich also auch nicht. Am 14. Juli ist in Frankreich der nationale Feiertag. Wann das kein Grund ist ordentlich zu feiern?

>> Man muss nicht lange suchen um einen guten Grund zum Feiern zu finden <<

In voller Vofreude auf den freien Tag inmitten der Arbeitswoche verflog die Zeit wie im Flug. Und ehe man sich versah war es auch schon feierabend. Also schnell in den nahegelegenen Einkaufcenter und mit Knabberzeug, Essen und vor allem vielen Getränken eingedeckt. Bei solch verlockenden Angeboten kann man doch nicht nein sagen wink

Zum Glück bin ich erst noch auf mein Zimmer, duschen und Klamotten wechseln, es sollte eine sehr sehr lange Nacht werden.
Es ist natürlich günstiger in einen Freien Tag hineinzufeiern als erst am freien Tag selbst zu feiern. Das wissen auch die Organisatoren des Stadtfestes und so sollte am Dienstag Abend im Stadtzentrum einiges los sein, doch dazu später.

Um ca. 20h ging die Feier los. Nach und nach waren alle von der Arbeit zuhause angekommen und auf dem Weg in die Küche. (Die Ärmsten sind die von France Telecom, die arbeiten täglich bis 19:00 Uhr) Die Küche ist der Perfekte Ort für solche angelegenheiten. Man hat gleich 2 Kühlschränke, die fast zur hälfte mit Bier und Käse gefüllt waren. Es ist genügend Platz zum sitzen und stehen da und wenn jemand anruft: “Wo sind denn alle?”, dann ist die Antwort immer “in der Küche!”

Es war also für eine grosse Auswahl gesorgt, und es sollte nicht viel ürbig bleiben. Ich würde die Zahl der Feiernden auf anfaenglich 10-12 schätzen, wobei es sich immer weiter ausdünnte, bis nur noch der harte Kern übrig blieb.
the spanish the canadian the columbian the french
Nationalitäten von Links nach Rechts: Spanien, Kanada, Kolumbien, Frankreich

Kurz vor Mitternacht sollte ein Feuerwerk stattfinden auf dem grossen Parkplatz im Stadtzentrum. Natürlich kann man sich das nicht entgehen lassen. Es wurde also allgemein beschlossen, später in einem grossen Tross quer durch Lannion zu ziehen um das Stadtfest zu besuchen.
Marc und Philippe Patricia und Ich le espanioles

Der Weg zum Stadtfest selbst war sehr lustig. Das Wetter konnte sich gerade noch so einen Regenschauer verkneifen (dafür regnete es den ganzen Mittwoch). Die Temperatuen waren kühl aber nicht kalt. Es ging durch kleine Gassen und Strassen bis ins Herzen von Lannion. Ich hatte schwer zu tun mir den Weg zu merken, falls ich alleine nach Hause finden müsste. Was die Sache leichter machte, es ging immernur geradeaus wink
Beim Stadtfest sind wir gerade rechtzeitig angekommen. Der Platz ist eigentlich ein grosser zentraler Parkplatz in Lannion, den man einfach mal abgesperrt hatte. An einer Seite verlief ein Fluss und vom gegenüberliegenden Ufer wurde das Feuerwerk abgeschossen.
Wir haben uns eine günstige Stelle zum verweilen ausgesucht und dann ging das Feuerwerk auch schon los. Anschliessend ein Paar kleine Impressionen.
Feuerwerk Feuerwerk Feuerwerk Feuerwerk

Das Feuerwerk sollte eine guten Hälfte des Abends markieren. Die Feier war noch lange nicht vorbei. Mit hat sich ersteinmal eine kleine Stärkung genehmigt: französischen Schokoladen Crepe. (Ähnlich sehr dünnem Eierkuchen, plus Schokoladensosse) Dann haben wir zum Altstadtbummel angesetzt und diverse kleine Kneipen “heimgesucht”. Nur war es überalle so voll, dass wir nicht länger wie ein kleines Bier im Vorübergehen verweilten.
Ja, Ich! Kanadische Hutmoden Franzoesische Hutmoden …

Mein Problem des heimfinden sollte sich dann auch erledigt haben. Eine Freundin von Patricia hat sich dazu bereiterklaert, uns 4 heimzufahren. Wir sind also nochmal an allen Kneipen vorbei, diesmal wirklich nur vorbei, bis zurueck zum Stadtfest, von dort (nach Kurzem Stop an der Theke) nochmal quer durch die ganze Stadt zu einem anderen Parkplatz und dann endlich zurück richtung Wohnheim.
Es war bereits weit nach 1h aber wir waren noch erstaunlich fit. Zurück in der Küche haben wir dann ein Würfelspiel gespielt, dass sich als eine französische, leicht modifizierte Version von “Mäxle” herrausstellen sollte. So wurde dann auch noch die restlichen Getränke um die Ecke gebracht.

Um kurz nach 4h war ich dann wieder zurück auf mein Zimmer und konnte endlich zu Bett gehen…

P.S.: Wir hatten zum Glueck auch ne echte Digicam dabei. Die Bilder werden dann später mal nachgereicht

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Heute mal etwas Wortwitz. Wollte mir Dominique beim Essen doch mal nen typischen Witz fuer die Region erzählen und er sagte: “I live in Brest, next to the beach.” Ok. Da ich ja von ganz weit weg herkomme nahm man es mir nicht übel, dass ich an dieser Stelle nicht lachte. Denn die Pointe sollte in diesem Satz bereits enthalten sein.

Ich liess den Satz nocheinmal auf mich wirken, konnte aber nichts lustiges darin finden. Also bat ich Dominique darum, mir doch mal die Pointe zu erklären…
Ok, jetzt ergab das ganze auch einen Sinn. Obacht: den Witz sollte man zu einer passenden Gelegeheit loslassen, sonst ist er ganz schnell ein Schuss in den Offen.

Das lustige sollte die ähnlichkeit bestimmter Wörter sein. Wenn man beim aussprechen etwas nuschelt und vielleicht ein wenig angetrunken ist hört sich der Satz dann wie: “I lovin’ Breast, next to the bitch.”

Das Wetter war für hiesige Verhältnisse erstaunlich stabil dieses Wochenende.
Am Samstag hatte es die Sonne ganz gut gemeint und gleich mal den ganzen Tag geschienen, statt nur sporadisch mal zwischen den Wolken durchzuluken. Ich hab mich auch gleich ins freie begeben und auch prompt nen Sonnenbrand abgeholt. Natoll, da darf ich dann also denn Sonntag damit zubringen, meinen Sonnenbrand zu pflegen.
Das sollte sich als recht leichte Entscheidung herrausstellen, denn am Sonntag hat es dann als Kontrasprogramm mal den ganzen Tag geregnet. Hab ich mich als ans Fenster gehockt und und mal ein bischen in dem Buch gelesen, dass ich seit meiner Abreise in Stuttgart nichtmehr angefasst hatte. (Harry Potter and the Order of the Phoenix)
Es war also ein wenig aufregendes Wochenende diesmal.

Ausserdem hat mir eine nette Bedienung im Supermarkt erklärt, dass ich doch lieber “Brezt Cola” kaufen soll statt irgend einer anderen Cola und “Coka Cola” (weil amerikanisch) schonmal garnicht. Ich hab sie dann beruhigt und meinte, ich werde es beim naechsten mal in Betracht ziehen.
Da steh ich also erneut vor dem Getränkeregal und halte mal ausschau nach diesem einheimischen koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk mit Pflanzenextrakten. Mir sind fast die Augen ausgefallen als ich festgestellt habe, dass die “gute” Brezt Cola 3x so viel kosten soll wie die verpönte Coka Cola und 4x so viel wie die NoName Coke gleich daneben. Fuer das Geld will ich das gesoeff nichtmal kosten wenn es nicht aus Gold ist!

Ich werde des öfteren gefragt, wie es denn um meine Französischkenntnisse steht. Da sie vorher quasi nicht existent waren muss ich sagen habe ich gute Fortschritte gemacht.

>> “You can make a girl to understand what you want but you can’t make her understanding you.” <<

Was meine FranzösischERkäntnisse angeht, sag ich nur eins: Die Mädels hier sind ganz heiss darauf zur Begrüssung geküsst zu werden! Die sind sogar regelrecht eingeschnappt, wenn du es nicht tust. Daran muss man sich erstmal gewöhnen. (Wenigstens wird nicht gemeckert wenn man mal wieder einen Tag zu lange mit der nächsten Rasur gewartet hat wink

Dem relativ unspektakulären Wochenende ist es auch zuzuschulden, dass es heute an dieser Stelle mal etwas weniger Text zu lesen gibt. Und fuer alle die noch auf eine Antwort auf die obige Frage warten…
nochmal lesen.

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Warscheinlich muessen wir Informatiker damit leben, dass es in unserem Beruf fuer jedes Produkt und sei es noch so unwichtig, eine Kurzform gibt. Abkuerzungen sind ja ganz nett, denn wer moechte jedes mal den Zungenbrecher Lightweight Directory Access Protocol aussprechen? LDAP ist doch viel kuerzer und angenehmer.

Was das ganze so frustrierend macht? Ich habe mitlerweile an mehreren Meetings teilgenommen, in denen das Team erklaert hat, wie weit es mit der Arbeit ist. Und mindestens Jeder Satz enthielt mindestens eine Abkuerzung fuer irgendein Produkt!
Da lass ich mich natuerlich prompt anstecken:

“The porting of the GDM information to LDIF will be done at the end of the week and will be available for LDAP afterwards.”

Gleich 3 Abkuerzungen in einem Satz als einfaches Beispiel. Danach musste ich erstmal nachdenken, ob das ueberhaupt Sinn macht, was ich da gerade von mir gegeben habe.
Natuerlich hatte ich ueberhaupt kein Plan wovon die anderen Sprachen. Ich nickte immernur zustimmend und viel ein Schluesselwort das mir bekannter vorkam, dann nickte ich etwas offensichtlicher…

Etwas ganz anderes:
Gestern mittag nach dem essen meinte mein kanadischer Kollege: “We are going to drink beer tonight. We have no particular reason, just getting waisted…” Ok, ich lass mich in solchen Sachen natuerlich neuerdings nicht Lumpen. Und schliesslich muss ich mich noch bei der ganzen WG fuer das bisher spendierte Bier revangieren. Also sind Philippe und ich nach getaner Arbeit in einen Supermarkt um Getraenke einzukaufen. Auf dem kleinen aber feinen Einkaufszettel stand:

  • Chips
  • Pizza
  • Bier, Bier, …

So vorbereitet sollte also ein illustrer Abend eingeleutet werden!

Nachdem ich das Bier abgeliefert hatte, habe ich erstmal mein Zeug von der Arbeit heimgebracht. Ich habe mich dann spaeter dazugesellt. Und Philippe wollte auch erst paeter “joinen”, der hatte noch nen Date mit seiner Ex.

Um 9h hab ich dann mein Zimmer verlassen und bin rueber in die Cosmos F WG. Die Musik war schon bereitgestellt und die letzten haben noch gerade ihr Abendessen verputzt. Lecker, da konnte ich noch nen Stueck Pizza ergattern.
Das spendierte “Frei”-Bier fand natuerlich jubelnde Abnehmer.

Im Nahezu 15min Takt klappte die Kuehlschranktuer. Jedes mal wurde ihm dabei der kuele Gerstensaft entlockt. Man unterhielt sich, sinnierte ueber deutsche elektronische Musik (bei den Franzosen sehr beliebt) oder darueber, wie schwer man es als nicht Europaerer in Europa hat.
Mit weiterrueckender Stunde wurde das schlechte Gewissen schon fast unertraeglich gross, denn immerhin musste man ja heute wieder zur Arbeit. Also sollte kurz vor Mitternacht der Spass zuende sein, und alle trollten sich in Ihre Betten. Ich durfte mich auf dem Weg in mein Bett vom einsetzenden Gewitter erfrischen lassen.
Nur einer hat sich den ganzen Abend nicht blicken lassen. Mein kanadischer Kollege, der das Ganze erst vollmundig angezettelt hat…

In Frankreich gibt es uebrigends noch kein Dosenpfand und auch kein Pfand auf Bierflaschen. Der 26er Pack Kronebourg “Kro” Bier ist kein Kasten sondern ein Karton mit praktischer Aufreisslasche. Die Flaschen fassen mit 0.25 L verhaeltnissmaessig wenig, dafuer hat man aber oefter die Gelegenheit ein frueschen kuehles Flaeschchen aus dem Kuehlschrank zu nehmen. Und den Flaschenoeffner spart man auch, denn es hat nen praktischen Schrabverschluss.

>> Geschmacklich ist das franzoesische Bier erstaunlich gut und Richtung BECKS angesiedelt. Garnicht wie das daenische Wasser was sie in Daenemark Bier nennen. <<

Und da bei den ganzen Possen ueber Alkohol nicht der Eindruck entsteht, ich waere nur zum Spass hier, das Beweisfoto. Zur Authentifizierung habe ich auch noch meinen Laptop mit aufs Bild gebracht.
Momentan arbeite ich, bzw heute versuche ich daran zu arbeiten, an der Konvertierung/Portierung von einer verzeichnisstruckturbeschreibenden Sprache in eine Andere. Das beste daran, ich weiss nichtmal ob der Dienst, den ich als Ziel habe, ueberhaupt ins System integriert wird! Es koennte jeden Moment Jemand vorbeikommen und meinen: “Wir haben die Systemstrucktur geaendert. Den Verzeichnisdienst auch.” Und schon waere meine Arbeit von 2 Wochen quasi umsonst.
Natuerlich nicht vollstaendig, denn das System wird auf jeden Fall einen Verzeichnisdienst verwenden, nur welchen ist halt unklar. Und wenn man sich mal mit einem auseinandergesetzt hat, dann kann man sicherlich Rueckschluesse auf andere ziehen.
Hat das jeder jetzt einigermassen verstanden?

Und zum guten Schluss heute noch ne kleine Fragerunde:

F: Worann erkennt man, wie alt ein bürogebäude ist?
A: Man zaehlt die parallelen Schnittstellen neben der Steckdose.

F: Wie lange braucht ein Brief von Deutschland nach Frankreich?
A: Geschlagene 6 Tage (inkl. Wochenende)

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Heute muss ich vielleicht einige Leute enttaeuschen aber es geht diesmal nicht um Alkohol oder Party. Liegt vielleicht auch daran, das zwischen diesem und dem letzten Blog noch kein Wochenende lag wink
Nein, heute gibts unter Anderem auch mal ein Wort zum Wetter.

In deutschland gibt es ja ettliche Sprichwoerter und Bauernregeln ueber das Wetter à la:”Im April macht das Wetter was es will.” Nun haben wir es aber schon lange nichtmehr April sondern Juli. Doch wer glaubt das deutsche Aprilwetter sei unbestaendig, der sollte mal im Sommer in die Bretagne fahren! Es ist unglaublich wie das Wetter hier verrueckspielt. Die ersten Tage als ich hier war, ist mir das garnicht aufgefallen. Doch noch vorm Wochenende hatten wir einen Sturm, dass sich kaum ein Franzose aus dem Haus traute. Auf offener Strasse haette es einen fast weggeweht. Wer sich in Windrichtung fortbewegen wollte brauchte nur die Arme auszubreiten.
Fragt man Ortsansaessige Franzosen ob das Wetter hier immer so ist, bekommt man ein Grinsen als Antwort. Und den Kommentar, dass es das beste Wetter zum Windsurfen sei…
Bis auf Schnee und Hagel war mitlerweile jede Form von Niederschlag vertreten. Strahlende Sonnenschein mit sehr angenehmen Temperaturen im Schatten, Nebel, der so dicht war, dass man sich mit einem Messer durchschaelen konnte und sinnflutartige Regenguesse.
Meistens ist das Wetter irgendwo zwischen den 3 Extremen. Es gibt aber keinen Tag an dem es nicht wechselt. Meistens von einem Extrem ins Andere.

Genug ueber das Wetter gezetert. Ich moechte an dieser Stelle einen Gedanken an meine mitStudenten in Amerika widmen. Sie schlagen sich taeglich durch den amerikanischen Grossstadtjungel, bekaempfen mannshohe Schaben, die sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen koennen. Und alles wird reichlich auf Fotos festgehalten. Eine Schweigeminute dafuer!

Und bevor ich es vergesse moecht ich auch gleich herzlichste Geburstagsglueckwuensche nach Amiland schicken:

>> Joyeux Anniversaire Jan! <<

Feiert ordentlich, esst nicht zu viele fettige Torten! Am ende kommt ihr aus dem Fittnesstudio garnichtmehr raus! In diesem Sinne natuerlich auch schoene Gruesse an die restlichen “Amerikaner”. Und natuerlich das fleissige Bloggen nicht vergessen, damit ich morgend was zum lesen hab.

So, in zwischen sind meine Hosen wieder Trocken, meine Muetze tropft nichtmehr und die Jacke kann ich auch wieder von der Heizung nehmen. Zeit sich ‘nen heissen Kakao zu goennen…

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Michael: La Cabane Bambou

Bon Demain (Guten Morgen),

Wieder ist ein Wochenende rum, und wieder war es viel zu schnell vorbei. Wenn ich die letzten Tage zurueck denke, dann erstaunt es mich selbst, dass ich schon ganze 2 Wochen in Frankreich bin. Die Zeit vergeht viel schneller als ich gedacht habe. Und Montag morgen fragt man sich dann immerwieder, warum man noch so muede ist, wo man am Wochenende doch ausschlafen wollte?

Pablo hat leider leider die “COSMOS F”-WG verlassen. Seine Ausbildung ist beendet und er ist wieder zurueck in seine Heimatstatt gefahren (Irgendwo in Portugal). Im zu Ehren wurde am Freitag nochmal eine zuenftige Abschiedsparty abgehalten! Es wahren wohl um die 25 Leute am Feiern.
Dabei hat man mich in eine besondere Art eingeweiht, wie man Tequilla “geniesst”:

Man nehme ein etwas groesses Glas, Fuelle es zur Haelfte mit Tequilla, zur anderen mit Schwepps. Dann wird ganz normal die Zitrone geschnitten und das Salz vorbereitet. Der Clou an der Sache kommt jetzt. Erst leckt man ganz normal das Salz vom Handruecken, dann haellt man das Glas oben zu, stampft es 3 mal auf den Tisch (damit die Kohlensaeure den Tequilla richtig zum schaeumen bringt) und dann wird das Glas gelehrt und die Zitrone gelutscht.

>> Die ware Schwierigkeit dabei ist, sich nicht einzusauen, denn der Schwepps sprudelt ordentlich! <<

Als sich der allgemeine Biervorrat dem Ende neigte, war die Party noch lange nicht vorbei! Um kurz vor Mitternacht sind wir dann ins la cabane bambous aufgebrochen um dort bis in den Morgen hineinzufeiern…

Samstag hiess es dann fuer alle: Ausschlafen. Ausser fuer Pablo, er wollte zum Bahnhof, und Nikolai, er hatte sich freiwillig dazu bereit erklaehrt Pablo nach Guingamp zum Bahnhof zu fahren. Die zwei wahren nicht zu beneiden…
So ist man dann am Samstag erst am spaeten Nachmittag aus den Federn gekrochen. Nach einem kleinen “Fruestueck” (um 15h!) hab ich bei bestem Wetter ein bischen Lannion zu Fuss erkundet.

Kaum war ich zurueck, klingelte das Handy und man hat sich zu einer Runde “American Football” verabredet. Da man aber fuer halbwegs vernueftiges Football ne fitte Mannschaft braucht, blieb es bei ein bischen Passen und Rumeiern auf dem Oertlichen Footballfeld. 4 verkaterte Leute sind nun mal keine wirkliche Mannschaft… (Obwohl international besetzt: Kanada, Spanien, Frankreich und Deutschland)
Abends dann noch schnell geduscht und ab ins Bett.

Sonntag bin ich dann aehnnlich ruhig angegangen wie Samstag. Aufregend war lediglich das Euro2004-Finale. Portugal hat gegen Griechenland mit 0:1 verloren und somit hat wenigstens ein Deutscher die Europameisterschaft gewonnen.

Noch eine Kleine Anmerkung:
Die bislang viel Versprochenen Bilder sind in Arbeit. Um euch einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, hier 2 Fotos vom “Barbecue-Strand” in Beg Leger. Beg Leger ist ein Ort Nahe Lannion, direkt an der Kueste…
Bei Ebbe ist es ein sehr weiter Weg bis ans Wasser, zum Baden ist es allerdings noch viel zu kalt!

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