(Was für eine gelungene Überschrift zum Abschluss.)
Nun ist auch mein letzter Arbeitstag vorbei. Und damit endet dieser Blog. Gestern haben wir eine vorgezogene “Abschieds”-Feier veranstaltet. Eigentlich hatten wir es ursprünglich “Alcoholympic Games” getauft. Parallel zu den olympischen Spielen in Athen hatten wir uns mehrere Disziplinen ausgedacht. Unterschiedliche Nationen hatten wir ja sowieso.

Das hat sich aber im Laufe des Abends verloren, wir konnten irgendwann die Punkte nichtmehr zusammenrechnen. Kann am vielen Bier gelegen haben wink Es ging bis 5 Uhr morgends und dann sind wir gleich an Ort und Stelle eingeschlafen und haben garnicht erst versucht heimzufahren. Heute morgen waren wir dann dementsprechend ko. Ich habe mir deshalb erlaubt an meinem letzten Arbeitstag nur einen halben Tag zu arbeiten und erst Nachmittags in der Firma zu erscheinen. Das franzosen seltsame Angewohnheiten haben hab ich ja schon ausgiebig erörtet, aber heute morgen gabs tatsächlich die Krone des Komischen: Pizza und Schnecken zum Früstück. Die Schnecken nennen sich Escargo oder so, und sind mit Kräuterbutter + Schnecke gefüllt und werden im Ofen gebacken. Riechen tut es wie Kräuterbaguette, der Anblick ist nur extrem gewöhnungsbedürftig. Gegessen wird mit Zahnstochern. Mit dessen Hilfe pult man die Schnecke aus dem Gehäuse und schlürft sie genüsslich runter. Ich hab mir das ganze verkniffen…

Im Moment beschäftigt mich nur der Gedanke, dass ich garnicht weg will. Richtig bewusst wird einem der Abschied wenn man das Rückfahrtticket gekauft und die letzte Miete bezahlt hat. Die letzten 2 Wochen waren einfach aussergewöhnlich und gestern die Feier…
Nyko hat mir auch endlich die Fotos alle auf eine Cd gebrannt, ich hab schonmal einen Blick drauf geworfen, muss aber noch aussortieren, welche Bilder davon nicht für die breite Masse geeigent sind wink

Ich werde die 2 Monate auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung behalten. Meine neugewonnen Freunde werde ich schrecklich vermissen, zum Glück gibt es ja eMail um in Kontakt zu bleiben. Und vielleicht sieht man den ein oder anderen ja doch nochmal wieder. (Tati hat z.B. ein Stellenangebot von Bosch in Stuttgart erhalten und Philippe hat mich nach Kanada eingeladen.)

Ich will an dieser Stelle ein plus grand merci loswerden, für die Gastfreundschaft der Cosmocats und die Freundlichkeit meiner Mitarbeiter in der Firma. Mein Arbeitsprojekt und die Dokumentation ist abgeschlossen und mit 97% als Notenvorschlag kann ich im Ergebnis sehr zufrieden sein.

Einen gruss auch an alle Leser und damit endet dieser Eintrag und der Blog.

FIN
Unsortiert

(Für alle nicht französisch begabten wie mich:”meine letzte Woche in Frankreich”.) Wie sagt dieses Sprichwort doch so schön:”Man soll gehen wenn es am schönsten ist!”??? Am Anfang meines Abteilungseinsatzes hätte ich noch ganz klar behauptet, dass ich nicht besonders traurig darüber sein werde, wenn ich Mitte August wieder zurück nach Deutschland reise.

Mitlerweile sieht das allerdings ganz anders aus. Natürlich beleibt auf der einen Seite die Freude darüber endlich wieder einige meiner engsten Freunde wiederzusehen, die ich teilweise 7-8 Monate nicht gesehen habe. Meine Urlaubstage sind auch schon ziemlich gut verplant. Auf der anderen Seite macht sich dieses bedrückende Gefühl breit, dass man einige der Leute die man hier verlässt wohl warscheinlich nie wiedersehen wird. Das kann einen ganz schön runterziehen. Naja, sind ja noch fast 5 Tage.

Der letzte Samstag war wiedermal eine Art “kleine Abschiedsfete”. Niko’s Arbeitseinsatz bei der France Telecom ist zu ende und er hat heute morgen die Bretagne verlassen. (Übrigends, für alle die sich vielleicht schon gewundert haben. Niko und Nyko sind 2 unterschiedlich Personen) Er hat sich für sein letztes Wochenende ausgesucht ‘nen kleines Lagerfeuer zu veranstalten. Wir waren zu (4x FR, 1x CAN, 1x POL, 1x DE) 7. irgendwo in der Wildnis. Links Feld, rechts Wald. Die Autos am Wegesrand abgestellt, den Kofferraum auf die Personen verteilt und dann ab ins Gestrüpp. Nach einem kleinen abenteuerlichen Fussmarsch durch das blickdichte Dickicht sind wir auf einer kleinen Lichtung angekommen. Ein Anblick wie aus einem Märchenbuch. Ringsrum Bäume und Sträucher, nen kleiner Bach plätschert vor sich hin, ne Feuerstelle in der Mitte (Steinkreis) und ringsrum Decken ausgebreitet. Auf der Suche nach trockenem Feuerholz haben wir mit ner kleinen Handsäge nen altes Bäumchen weggeholzt und schon brannte das Feuer. Wir haben Marschmellows (verdammt, schreibt man die so?) und Würstchen über dem Feuer gegrillt, dazu kühles Bier. Als es dann dämmerte hatten wir kurzzeitig Besuch von den ortsansässigen Mücken, die haben sich aber gleich wieder getummelt als es zu nieseln begann. Das Nieseln setzte immer mal wieder sporadisch ein, zum Glück hat es nie wirklich angefangen zu regnen. Niko hat die Gitarre ausgepackt und fing an zu spielen. Die Anderen haben es sich auf den Decken gemütlich gemacht…

Um 4 Uhr morgends sind wir dann aufgebrochen. In einer schwarzen Nacht mitten im Wald kann ein Handy sehr schnell mal als Taschenlampe umfunktioniert werden. Nachdem nämlich das Feuer gelöscht war, war es stockfinster. Wir sind also im Schneckentempo und sehr schwach beleuchtet den Trampelpfad wieder zurück Richtung Strasse und dann heimwärts.

Sonntag hab ich mich dann erholt, ausgeschlafen… Es hat den ganzen Tag Strippen geregnet – warscheinlich hat der Regen gewartet, bis wir alle zu Hause waren – und so konnte man nichts im freien Unternehmen. Ne gute Gelegenheit schonmal die Klamotten zu packen, die man in der letzten Woche nichtmehr braucht. Alle in ein Päckchen, zusammen mit ein Paar anderen gewichtigen Sachen, verschnürt und dann heute, oder morgen früh damit zur Post. Ich bin froh das ich das Gewicht des Paketes nicht in meiner Reisetasche habe. Die wird ohnehin schon schwer genug sein.

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Nachdem wir also am Dienstag bei Roma(i)n zur Einweihungsfete zu Gast waren, haben wir uns einfach am Mittwoch nochmal bei Roman getroffen, zum Pizzaessen und zu “Biscuit”-extrem. Ist schon ne spassige Sache, und wenn man mal mehrere Runden “im Gefägnis” gesessen hat, dann merkt man auch nichtmehr, wie schnell die Zeit vergeht.

Und wir haben einige zusätzliche Regeln eingeführt: die sogenannten “technischen Fehler”. Darunter fällt alles wie zum Beispiel: 1 mal Trinken für jeden Würfel der vom Tisch fällt (Wurf ist ungültig, nochmal würfeln), 1 mal Trinken für falsche “Biscuit”-behauptungen schon vor dem Wurf, usw… Pierric hats an dem Abend wohl am härtesten getroffen. Mit ingesammt 4 3er Würfen war der Ärmste fast ausschliesslich im Knast, und bei 10 Spielern hat man dann kaum noch ne Chance da schnell wieder aus eigener Kraft rauszukommen. Noch dazu haben wir statt mit Bier mit Rotwein gespielt… Die Folge davon kann sich jeder selbst ausmalen.

In dieser Woche habe ich also so wenig geschlafen wie schon lange nichtmehr. Und gestern, wie fast jeden Donnerstag, stand wiedermal “La Cabane Bambou” auf dem Plan. Ich war unsicher ob ich mitgehen sollte, da ich nach der Arbeit kaum noch die Augen offenhalten konnte, aber nach nem kleinen Nachmittagsschläfchen sah die Welt schonwieder ganz anders aus… Um 9 haben wir uns dann wieder wie üblich in der Küche im COSMOS F versammelt und erstmal die restlichen Pizzas vom vortag verputzt und uns dann um 11 Richtung “Cabane” aufgemacht. Zum Glück sind es nur 5 Minuten Autofahrt.

Im “Cabane” war zur Überraschung aller WAHL ZUR MISS CABANE BAMBOU 2004 presente par JetSet. Das kleine Schläfchen sollte dazu beitragen, dass ich den ganzen Abend nicht müde wurde. Es gab internationale Klassiker der Discomusik auf die Ohren und die Stimmung war wiedermal einfach bestens. Zwischendurch mal ne kleine Bierpause auf der Terrasse und dann wieder ab ins Getümmel. Diesmal hatte Nyko auch sein Digicam dabei so das wir nen Paar (Beweis-)Fotos schiessen konnten. (Bilder gibts leider erst, wenn ich zurück in Deutschland bin.)

Um kurz vor 3 morgends kam dann wie üblich der rausschmeisser Song: Die Titelmelodie der Muppetshow. Danach hat sich das Lokal innerhalb von Minuten geleert und wir sind zum Heimweg aufgebrochen… Nach einem Abschiedsbier in der COSMOS Küche haben sich dann alle erst unter die Dusche und dann ins Bett verkrümelt.

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Au au au, warum haben Franzosen die dumme Angewohnheit mitten in der Woche zu feiern? Gestern scherzte Roman noch, er würde ne kleine Party geben, denn er möchte seine neue Wohnung einweihen. Einladungen lehnt man ja grundsätzlich nicht ab…

Wir sollten erst noch etwas zu Essen und Trinken organisieren und dann treffen wir uns bei Roman, geplant – getan. Also zu 4. rein in Geant, grosszügig Nahrung eingesackt, alles recht entspannt… Doch plötzlich, oh nein: “promo aktion” von Kronenbourg: Sonder Edition Karton mit 25 Flaschen plus 5 gratis…
Am Ende haben wir neben 60 Flaschen Bier auch noch 1,5 Liter Pastis im Kofferraum von Nyko’s Peugot verstaut. Und natürlich die Fressalien. Im Feierabend durch Lannion zu kurven ist kein Spass. Die ganze Stadt ist in Autos unterwegs und dazu kommen noch Touristen aus aller Welt. Da sind 15 Minuten anstehen um ettliche Kurven bis zur Ampel noch Glück, hat man mir anschliessend gesagt.
Roman lebt ziemlich bescheiden in einem französischen Altbau. Wenn man das Haus von aussen sieht, fragt man sich obs da auch fliessend Wasser und Strom gibt. Aber alles ok, alles da. Ein Grosses Zimmer, 30-35m² geschätzt, nen separates Bad und ne Küchenecke. Ne Klasse Studentenbude eben.
Der erste Karton Bier wurde auf den Kühlschrank aufgeteilt und wir haben uns ans Essen zubereiten gemacht. ‘S gab so ne Art Buffet. Unter anderem Avocadocreme-Dip für die Tortillia-Chips, diverse Wurstsorten, Käse, (moment, hab ich Käse gesagt? Ich meine natürlich Käse, Käse, Käse, Käse und Käse und Käse und …) Baguette usw. Dazu schmeckt natürlich ein kühles Bier am besten.
Die Kro flaschen haben übrigends nen praktisches Gimmik. Wenn das Bier kühl temperiert ist, dann erschein auf dem Label eine Schneeflocke. Das steht für die optimale Trinktemperatur. Verschwindet die Schneeflocke sollte man die Flasche schnellstmöglich leeren. Philippe kam dann auf die dumme Idee, die Bierflaschen in einem Ansatz zu Exen. Da hatte die Schneeflocke keine Chance zu verschwinden… Nach 3 Flaschen pro Person haben wir die Idee dann wieder verworfen, da jede hastige Bewegung zu unfreiwilligem Rülpsen führte. Das Zeug sprudelt wie verrückt.
Irgendwann gegen 8 kam dann Vince mit 2 Flaschen Cidre unterm Arm an. Die sollten nicht lange vorhalten…
Aufgrund der warmen Nacht die sich draussen ankündigte haben wir Romans Bude verlassen und uns in die Fussgängerzone vors Haus gehockt. Wobei sitzen oder liegen gemeint ist. Warum?

Trinkspiel #1 – Caps
Bierdeckelschnippsen

Wie auf dem Foto vielleicht zu erkennen ist, setzt man sich Paarweise gegenüber. Die eigene Bierflasche stellt man geöffnet vor sich hin, darauf legt man einen Cap (Kronkorken, Verschluss der Bierflasche) verkehrtherum, so dass die flache Seite nach unten zeigt. Mit einem weiteren Cap versucht man den Cap des jeweiligen Gegenüber von der Flasche zu Schnippsen. Das geschieht abwechselnd. Wenn es gelingt den Cap von der Flasche zu schnippsen, hat der Gegenüber einen Wurf um “auszugleichen” gelingt dieser Wurf nicht, muss derjenige dessen Cap von der Flasche gefallen ist daraus einen tiefen Schluck trinken. Anschliessend wird die Flasche wieder positioniert, der Cap platziert und es geht wieder von Vorne los.

Kann man wunderbar auch mit mehreren Leuten Spielen. Wobei sich die Schwierigkeit bei diagonalen Würfen erhöht und die gegnerische Seite mindestens einen gleichwertigen Wurf treffen muss um auszugleichen.

Das ganze Treiben hat eine lustige Geräuschkulisse erzeugt. Caps flogen durch die Gegend, Lautes Gejubel bei einem Treffer und Anfeuerungsrufe. Die vorbeigehenden Passanten haben sich daran nicht gestört, scheint hier wohl normal zu sein…

Als es dann zu kalt wurde um auf dem Aspahlt zu sitzen haben wir das ganze beendet und uns in einen Hinterhofparklplatz mit Grünanlage verkrümelt. Gegen 12 wollten wir dann eigentlich Richtung Bett aufbrechen als Irgendjemand den Vorschlag machte, noch ins “Les Valseuses” zu gehen, weil es dort so lecker Bier gibt.
Ok, wir sind trotzdem erstmal alle heim zum Duschen, Klamotten wechseln und dann wieder ab in die Innestadt. Die Kneipe ist super gemütlich, fast uhrig französisch. Und sie hat ein Hinterzimmer, in dem man prima Würfelspiele spielen kann. Also beim Wirt die Bestellung aufgegeben und dann zusammen mit dem Bier ins Hinterzimmer verkrümelt.

Trinkspiel #2 – Biscuit
Würfeln mit “komplexen” Regeln

Gewürfelt wird reium, dabei ist die gewürfelte Augenzahl der ausschlaggebende Punkt, was passiert. Gespielt wird mit 2 W6 und die Würfel werden immer dann weitergegeben, wenn “nichts Besonderes” passiert.

  • Summe 7 Man drückt sich den Daumen auf die Stirn und ruft deutlich “Biscuit”. Wer zuletzt ruft muss trinken.
  • Summe 9 Der rechte Nachbar trinkt
  • Summe 10 Man trinkt selbst
  • Summe 11 Der linke Nachbar trinkt
  • Pasch/Paar Man darf bestimmen, wer trinkt, und die Augenanzahl eines Würfels verteilen. Bei einem Dreierpasch trinken A, B, C jeweils einmal oder D 3 mal …
  • Summe 3 Gefägnis (Joker oder Niete, je nachdem wink )

Für das Gefägnis gelten besondere Regeln. Es kann immer nur eine Person im Gefägnis sein. Jedes mal, wenn bei einem Wurf ein Würfel 3 Augen zeigt, trinkt die Person im Gefägnis zusätzlich zu allen anderen Ereignissen. Bei einem 3er Paar sogar zweimal. Sitzt man im Gefägnis, kommt man dort nur wieder mit einem Paar herraus, oder ein Anderer würfelt eine 3.
Wenn man Trinkpunkte zugeteilt bekommt während man im Gefägnis sitzt, dann trinkt derjenige der sie verteilt in gleichen Mengen mit.

So, ich glaube das müssten die Regeln gewesen sein. Viel Spass beim ausprobieren!

Um 2 Uhr hat die Kneipe dann dicht gemacht. Insgesamt haben wir uns danach 4 mal von Jedem verabschiedet aber keiner wollte so richtig Heim “gehen”. Irgendwann konnten wir uns dann voneinander losreissen…

Die gestrige Nacht war also verdammt kurz! Ich hab nicht schlecht über unsere Leistung gestaunt. Heute morgen hat Nyko resumiert: 60 Flaschen Kro, 3 Liter Cidre, 1 Liter Pastis, 10 grosse und 5 kleine Bier im “Les Valseuses”. Und das verteilt auf 5-9 Personen. (Wir haben mit 5 angefangen und es kamen im laufe des Abends mehr dazu.) Einen grossen Respekt an die Mädels die voll mitgezogen haben. Normalerweise trinken Frauen nicht so viel Bier, aber in Frankreich ist eben alles anders.

Unsortiert

Heute mal unter anderem ein Statement zum “french way of life” so zusagen. Wie ich ja schon früher berichtet habe, haben die Franzosen eine gewissen eigenart Dinge zu verkomplizieren. Oder aber sie erfinden für alles ‘ne Extrawurst. Da gibt es solche Banalitäten wie; In Französischen Autos kurbelt man Fenster in die andere Richtung runter… Wärend man in deutschen Supermärkten das Personal hinter der Kasse auf Geschwindigkeit trimmt, nehmen es die KassiererINNEN im GEANT ziemlich relaxt. Jetzt ist mir auch klar, warum die 20 Kassen brauchen um Ihre Kunden abzufertigen… Würden “deutsche Verhältnisse” herrschen, würde man locker mit der Hälfte an Personal trotzdem schneller sein.

Themenwechsel…

Das letzte Wochenende hatte für mich inoffiziell schon am Donnerstag begonnen. Eigentlich war es nur eine fixe Idee. In einer Kaffepause standen wir zusammen und Dominique kam auf die Idee Philippe und mir ein typisches französisches Kugelspiel beizubringen. Petonque, man kennt es in Deutschland vielleicht unter Boule? Als wir dann Kugeln besorgen und Abendessen kaufen waren, kamen wir auf dem Weg zu einer der 20 besagten Kassen erst an der Käsemeile und anschliessend am Getränkeregal vorbei. Schnell mal die Hand ausgestreckt und einen 26er KRO eingesackt. Noch eine flinke Geste und ne Mittelgrosse (0,75l) Flasche Pastis wandert in den Einkaufswagen… Wie sich sicher erahnen lässt, haben wir es bis zum Murmeln nichtmehr geschafft.
Nachdem die Hälfte der Bier gekillt und der Pastis fast vollständig vernichtet war haben wir uns gegen 23h aufgemacht ins Nachtleben von Perros. Die restlichen Bierflaschen natürlich im Rucksack dabei!
Immer gerade aus die Strasse runter bis zum Strand. (ca. 45 Minuten Fussmarsch, ich kann mich nichtmehr genau erinnern wink
Am Strand angekommen erstmal Bier ausgepackt. Unserer Grosszügigkeit an diesem Abend ist es zuzuschulden, dass wir nicht lange alleine bleiben sollte. Zuerst mussten wir die Security beruhigen, dass wir auch alle Bierflaschen wieder Fachgerecht entsorgen, danach gesellte sich dann ein Teil der Französischen Jugend zu uns. Erst war es nur einE und dann wurden es immer mehr. Zwischendurch mal durchgezählt waren wir dann zu 8.
Als es dann anfing zu regnen (so gegen 03:00 Uhr in der Früh) gab es dann keinen Halt mehr und die Gruppe löste sich auf. Schnell noch nen Bier aus ner Kneipe (die noch offen hatte) mitgenommen damit der Rückweg nicht so lang ausfällt.
Ich schätze es war kurz vor 4 als ich eingeschlafen bin. Viel früher war es jedenfalls nicht, so wie ich mich an dem Morgen gefühlt habe. Und ich konnte auch nicht genau sagen, was mir mehr sorgen bereiten sollte, der Restalkohol oder das schlechte Gewissen, dass man noch einen harten Arbeitstag vor sich hatte?

Samstag war dann erstmal hundert Prozent relaxen angesagt. Nur keinen Finger zu viel bewegen. Am Sonntag hatte es die Sonne dann geschaft mich wieder ins freie zu Locken. Diesmal zum Skateboarden, auf dem Parkplatz vorm Geant. Als absoluter Neuling in diesem Sport(?) hab ich mir auch ersteinmal nur die Grundkentnisse angeeignet. Die Lernkurve war erfreulich, denn ziemlich schnell hatte ich den Bogen mit der Balance raus. Naja, nicht ganz. Nach ein bischen Theorie hab ich mich dann mal an einem Sprung probiert. In der Skater-Fachsprache nennt es sich “Ollie” und ist warscheinlich die einfachste Art wie man sein Skateboard in die Luft bekommt. Versuch Nummer eins sollte mir noch am besten gelingen. Versuch Nummer zwei war ein Sprung ohne Brett. Bei Versuch nummer 3 machte ich dann Bekanntschaft mit dem Asphalt. Alles halb so wild, aber auf jeden Fall ab jetzt mit etwas mehr Respekt vor der Schwerkraft!

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