Heute mal unter anderem ein Statement zum “french way of life” so zusagen. Wie ich ja schon früher berichtet habe, haben die Franzosen eine gewissen eigenart Dinge zu verkomplizieren. Oder aber sie erfinden für alles ‘ne Extrawurst. Da gibt es solche Banalitäten wie; In Französischen Autos kurbelt man Fenster in die andere Richtung runter… Wärend man in deutschen Supermärkten das Personal hinter der Kasse auf Geschwindigkeit trimmt, nehmen es die KassiererINNEN im GEANT ziemlich relaxt. Jetzt ist mir auch klar, warum die 20 Kassen brauchen um Ihre Kunden abzufertigen… Würden “deutsche Verhältnisse” herrschen, würde man locker mit der Hälfte an Personal trotzdem schneller sein.

Themenwechsel…

Das letzte Wochenende hatte für mich inoffiziell schon am Donnerstag begonnen. Eigentlich war es nur eine fixe Idee. In einer Kaffepause standen wir zusammen und Dominique kam auf die Idee Philippe und mir ein typisches französisches Kugelspiel beizubringen. Petonque, man kennt es in Deutschland vielleicht unter Boule? Als wir dann Kugeln besorgen und Abendessen kaufen waren, kamen wir auf dem Weg zu einer der 20 besagten Kassen erst an der Käsemeile und anschliessend am Getränkeregal vorbei. Schnell mal die Hand ausgestreckt und einen 26er KRO eingesackt. Noch eine flinke Geste und ne Mittelgrosse (0,75l) Flasche Pastis wandert in den Einkaufswagen… Wie sich sicher erahnen lässt, haben wir es bis zum Murmeln nichtmehr geschafft.
Nachdem die Hälfte der Bier gekillt und der Pastis fast vollständig vernichtet war haben wir uns gegen 23h aufgemacht ins Nachtleben von Perros. Die restlichen Bierflaschen natürlich im Rucksack dabei!
Immer gerade aus die Strasse runter bis zum Strand. (ca. 45 Minuten Fussmarsch, ich kann mich nichtmehr genau erinnern wink
Am Strand angekommen erstmal Bier ausgepackt. Unserer Grosszügigkeit an diesem Abend ist es zuzuschulden, dass wir nicht lange alleine bleiben sollte. Zuerst mussten wir die Security beruhigen, dass wir auch alle Bierflaschen wieder Fachgerecht entsorgen, danach gesellte sich dann ein Teil der Französischen Jugend zu uns. Erst war es nur einE und dann wurden es immer mehr. Zwischendurch mal durchgezählt waren wir dann zu 8.
Als es dann anfing zu regnen (so gegen 03:00 Uhr in der Früh) gab es dann keinen Halt mehr und die Gruppe löste sich auf. Schnell noch nen Bier aus ner Kneipe (die noch offen hatte) mitgenommen damit der Rückweg nicht so lang ausfällt.
Ich schätze es war kurz vor 4 als ich eingeschlafen bin. Viel früher war es jedenfalls nicht, so wie ich mich an dem Morgen gefühlt habe. Und ich konnte auch nicht genau sagen, was mir mehr sorgen bereiten sollte, der Restalkohol oder das schlechte Gewissen, dass man noch einen harten Arbeitstag vor sich hatte?

Samstag war dann erstmal hundert Prozent relaxen angesagt. Nur keinen Finger zu viel bewegen. Am Sonntag hatte es die Sonne dann geschaft mich wieder ins freie zu Locken. Diesmal zum Skateboarden, auf dem Parkplatz vorm Geant. Als absoluter Neuling in diesem Sport(?) hab ich mir auch ersteinmal nur die Grundkentnisse angeeignet. Die Lernkurve war erfreulich, denn ziemlich schnell hatte ich den Bogen mit der Balance raus. Naja, nicht ganz. Nach ein bischen Theorie hab ich mich dann mal an einem Sprung probiert. In der Skater-Fachsprache nennt es sich “Ollie” und ist warscheinlich die einfachste Art wie man sein Skateboard in die Luft bekommt. Versuch Nummer eins sollte mir noch am besten gelingen. Versuch Nummer zwei war ein Sprung ohne Brett. Bei Versuch nummer 3 machte ich dann Bekanntschaft mit dem Asphalt. Alles halb so wild, aber auf jeden Fall ab jetzt mit etwas mehr Respekt vor der Schwerkraft!

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