Nach der Pleite mit dem Nintendo 3DS, habe ich mir Microsoft’s KINECT für Xbox 360 etwas genauer angeschaut. Mein erster technischer Eindruck war, dass es sehr viel Ähnlichkeit mit der Nintendo Wii Sensor Bar hat. Das Hardware-Zusatzgerät wird mit der Konsole verbunden und dann über oder unter dem Fernseher platziert. Anders als bei der Wii, die das Gerät nur als Orientierungshilfe benötigt, steckt in dem “kleinen Schwarzen” jede Menge Technik.

Das Prinzip von Kinect ist, dass der Spieler die Hände frei hat. Er benötigt kein zusätzliches Gamepad. Die Sensoren und Kameras in dem Gerät erkennen sogar mehrere unabhängige Spieler. Wenn man sein Spielprofil eingerichtet hat, dann kann das Gerät sogar Spieler selbstständig wiedererkennen. Neben den ganzen vorgeführten Spielen, konnte man bei Microsoft am Samstag auch beobachten, wie Kinect an der Xbox 360 eingerichtet wird und wie einzelne Spielerprofile hinzugefügt werden. Die Erkennung der Spieler funktioniert dabei erstaunlich gut. Die Bewegungen werden 1:1 fast verzögerungsfrei (mit vernachlässigbarer Verzögerung) auf dem Bildschirm dargestellt. Was von Spiel zu Spiel aber unterschiedlich gut funktioniert ist die Auswertung dieser Daten. Das Autorennspiel Kinect Joy Ride konnte dabei am wenigsten überzeugen. Erstaunlich gut hat es bei den Rhythmusspielen funktioniert. Gerade Sportgeschichten wie Tischtennis hängen dabei stark davon ab, wie gut die Programmierer die Technik beherrschen und mit dem Eingangsmaterial umgehen können.

Mit der Zeit wird die Unterstützung für KINECT immer besser werden, denke ich. Ich würde mir wünschen, dass man bei der sinnvollen Implementierung aber nicht nur auf den Casual-Gaming Sektor abzielen würde.

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