Wikileaks logoNach aktuellen Angaben gilt Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange als verhaftet.

Die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks wird zur Zeit schwer angegriffen. Nach der Veröffentlichung der eigentlich geheimen Botschafts-Depeschen, zeigen die USA stark gesteigertes InteresseAmazon weigert sich, sein Content Delivery Network Cloudfront für Wikileaks Inhalte zur Verfügung zu stellen, Paypal und Mastercard verweigern Zahlungen, die Schweizer Bank kündigt das Konto von Julian Assange und der Wau Holland Stiftung wird als Geldgeber von Wikileaks ebenfalls gedroht.

Facebook will erstaunlicher weise vorerst keine Inhalte bzgl. Wikileaks sperren. Es gibt aber auch Gegenstimmen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Jeff Jarvis stellt in seinem Blog fest:

Ich kann mit Visa und Mastercard Pornographie, Abtreibungsgegner und den Ku Klux Klan unterstützen aber nicht Wikileaks, Transparenz, den ersten Zusatz der Bill of Rights, und echte Regierungsreform.

Hydra Wikileaks

Wikileaks fördert aktiv das Anlegen von Mirror-Sites. Auf diesen Spiegelseiten kann man den Inhalt der Wikileaks Webseite abrufen, auch wenn andere vielleicht gerade blockiert sind. Server-Hoster in Deutschland sind darüber aber geteilter Meinung. Der Hoster Hetzner untersagt das erstellen von Wikileaks Mirrors auf seinen Systemen. Der Anbieter Domain Factory duldet diese Vorhaben nach eigenen Angaben. Bei Marcell D’Avis im Blog von 1&1 ist man noch zu keinem Ergebnis gekommen und befragt aktuell noch die Rechtsabteilung. Richteten sich DDoS Attacken Anfangs nur gegen die eine Wikileaks-Domain in Schweden, hat die Hydra bereits über 500 unabhängige Köpfe bekommen. Welcher Herkules soll sich denn da ranhalten? Selbst die Sperrung des DNS Eintrags bei EveryDNS und in der Schweiz konnte eine Weiterverbreitung nicht verhindern. Die dazugehörige IP Adresse 213.251.145.96 könnte die erste IP Adresse werden, die einige auswendig lernen, damit kein DNS Eintrag benötigt wird.

Wikileaks Version 2

Das Video zeigt die zwei prominenten Mitbegründer von Wikileaks,Daniel und Julian, auf dem 26c3. Daniel Domscheit-Berg (Schmitt), geht noch einen Schritt weiter und hat eine eigene Enthüllungsplattform, unabhängig von Wikileaks angekündigt, die noch in diesem Jahr durchstarten soll.

Mr. Wikileaks

In der Öffentlichkeit wird Julian Assange als “der Mann hinter Wikileaks” vermarktet und medienwirksam ausgeschlachtet. Im Kreis der eingeweihten ist man sich aber sicher, dass die Festnahme von Julian Assange den Betrieb der Plattform nicht stören wird, und wie gewohnt weiter veröffentlicht wird. Als nächstes werden wohl Bankgeheimnisse ans Tageslicht befördert.

Das TIME Magazin lässt die Einflussreichste Person 2010 wählen und aktuelle liegt der blonde Australier mit knapp 30.000 Stimmen in Führung, vor Jon Stewart, Stephen Colbert und Lady Gaga. Es gab Gerüchte darüber, dass Julian Assange von dieser Wahl ausgeschlossen werden sollte.

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