Die erste Frage, die ich mir bei der Ankunft gestellt habe war: trinken die wirklich so viel Wasser hier? Alle Nase lang war ein Wasserspender, aus dem man sich kostenlos bedienen konnte. Irgendwie kommt mir das noch komisch vor.

Vom Terminal aus gehts vorbei an vielen Indianerbildern untermalt mit entsprechender Musik der Ureinwohner zur Border Control. Bevor man die Rolltreppe zu den Schaltern mit den Grenzbeamten kommt muss man sich aufteilen in “Visitors” und “U.S. Citizens and Permanent Residents”. Michael und ich entscheiden uns für die zweite Rolltreppe. Unten angekommen stellen wir uns brav in die Schlange und weil das eh so lange dauert und so langweilig ist, frag ich einen der umstehenden Beamten welche denn nun die richtige Schlange sei. Er schickt uns zur “Visitors” Schlange, aber im Endeffekt ist es vermutlich egal. Nachdem wir am Fenster 8 dem Mann hinter der Glasscheibe unsere Pässe gegeben haben, er die Gültigkeit der Visa gecheckt und jeder von uns die rechte Hand vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger auf einen grün leuchtenden Scanner gelegt hat, bringt uns eine Dame zur Secondary Inspection.

Bisher habe ich im Amerika Forum eher in negativem Kontext von der erweiterten Befragung gelesen, da man dort nur landet, wenn weitere Fragen zur Einreise aufkommen, also wenn beispielsweise das Visum nicht mehr gültig ist oder man zu oft eingereist ist uns die Vermutung aufkommt, man wolle illegal arbeiten oder Ähnliches. Daher waren die 30 Minuten, die wir dort verbrachten auch mehr als spannend. Ich glaube, ich könnte da den ganzen Tag sitzen und Mäuschen spielen. Auf welche kruden Ideen manche Leute kommen “was, ich darf ohne Visum in den Staaten nicht arbeiten?” oder “na wenn ich gewusste hätte, dass ich mein Visum mitbringen muss… das liegt zuhause”.

Während wir warteten, wurden wir gefragt, wie viel Gepäck wir hätten und da wir noch nicht zum Gepäckband konnten (schließlich hatten wir die Befragung noch nicht hinter uns) wurden uns unsere beiden Koffer gebracht. Sehr zuvorkommend; naja oder auch einfach um sicherzugehen, dass keiner sein Gepäck unbeaufsichtigt rumstehen bzw. fahren lässt. Könnte ja was drin sein, das explodiert. Wir warteten noch ein wenig und dann rief uns der Officer auf. Bereits da fiel mir auf, dass die Amerikaner unsere Vornamen vorziehen, wenn sie uns ansprechen. Naja, kann daran liegen, dass sie sich mit der Aussprache des Nachnamens eher schwerer tun als mit “Michael” und “Rosalie”.

Bei der Befragung lief aber alles erwartungsegmäß glatt, wir haben jeweils zweimal den Fingerabdruck des rechten Zeigefingers abgegeben und auch zweimal unterschrieben. Der Officer informierte uns noch, dass die Greencard in den nächsten drei Monaten an die angegebene Adresse in Colorado Springs verschickt würde und wünschte uns noch einen schönen Tag.

Yey durch, wir sind nun Lawful Permanent Residents!

Syndicated#blog#Greencard#Paperworks#USA