Die Freude ist groß und wenn ich morgen heiser bin, dann kommt das vom lauten Feiern. ;)

Nach dem mehr oder weniger enttäuschenden Ergebnis am Montag, bei dem es wieder kein klares Ergebnis gab, war ich ja schon fast schlecht gelaunt. Der Konsul verabschiedete sich von uns mit dem Worten: “Looks Good!” Trotzdem sollten wir die Papiere und damit die finale Entscheidung erst in 1 bis 2 Wochen per Post erhalten. Die 4,25 EUR Briefmarke für das Einschreiben haben wir am Montag noch abgegeben aber als gestern der Abholzettel im Briefkasten lag, habe ich daran schon gar nicht mehr gedacht.

Das kann damit zusammenhängen, dass diese Woche allgemein ziemlich viel Post ins Haus stand. Gegen Gestern/Freitag Abend dämmerte es mir aber, was da in dem Einschreiben auf uns warten sollte. Laut Zettel dürfte ich die Post ab 10:30 Uhr am nächsten Werktag abholen. Zum Glück ist für die zuständige Postfiliale am Samstag auch ein Werktag. Kurz nach 11 stand ich bei der netten Dame am Postschalter im kleinen Tante-Emma-Laden im Dorf. Die Aufregung war fast schon unausstehlich. Dann zog die Postfrau den graubraunen Umschlag aus dem Regal, den wir am Montag noch in Frankfurt am Schalter abgegeben hatten. Noch im Auto musste ich den Brief aufreißen :)

Im Umschlag fand ich genau wie beschrieben die verschlossenen Umschläge mit der bekannten fehlenden Ecke oben links. Darauf dann befanden sich weit aufgeschlagen unsere Reisepässe und auf der geöffneten Seite war ganz gut erkennbar, DAS VISUM!!!

Seit dem lauf ich herum, als hätte man mir ein breites grinsen ins Gesicht gemeißelt. ;)

flattr this!


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Aus einem Schreiben von mir an die Redaktion der Stuttgarter Zeitung:

Piraten mit Entertaste

Ich möchte auf den kleinen Artikel “Piraten mit Entertaste” (rai) Bezug nehmen.

Sie beweisen mit diesen 7 Sätzen ein hohes Maß Borniertheit und dass sie keine Ahnung in Bezug auf das Thema haben. Recherche scheint auch keine stattgefunden zu haben, stattdessen werden nachgeplapperte und aufgeschnappte Halbwahrheiten zu einem unhaltbaren Ganzen zusammengewürfelt.

Zitat: “Im Grunde wollen sie im Internet möglichst viel Zeug kostenlos herunterladen und ungestraft Killerspiele spielen.

Genau wegen Falschaussagen wie diesen erhalten Die Piraten immer mehr Zulauf. Wenn, dann geht es darum bestehende veraltete Kostenstrukturen aufzubrechen und an das 21. Jahrtausend anzugleichen. Konzepte wie GEZ oder GEMA sollen überholt werden. Das geschützte Inhalte kostenfrei angeboten werden sollen stand nie zur Debatte.
Der angedeutete Pirate-Bay-Prozess in Schweden steht in keinem Zusammenhang mit der Partei. Die Vereinigung hat sich deutlich früher gegründet und ihre Teilnahme an der Europawahl angekündigt. Die Bewegung rund um das Rechtsurteil verfolgt ähnliche Interessen wie die Partei, steht mit ihr aber in keinem Zusammenhang.

Die Killerspiele-Debatte so inkompetent zusammen mit der Europawahl zu verwursten ist unfassbar. Weitere Themen, die im Parteiprogramm der Partei deutlich höheren Stellenwert haben, wie zum Beispiel Studiengebühren oder den Überwachungsstaat werden vom Autor einfach ignoriert.

Das Wahlergebnis ist alles andere als abgeschifft. Für eine Partei, die das erste mal an einer Europawahl teilnimmt, ist das eine große Leistung aus dem Stand. Andere Kleinstparteien hat man weit abgeschlagen hinter sich gelassen. Und diese gibt es schon deutlich länger in der deutschen bzw. europäischen Parteienlandschaft.

(via Twitter)

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    • Christian
    • Ich denke auch, die 0,9 % sind sehr gut zu knacken bei der Bundestagswahl. Als abgeschifft kann man das Ergebnis wirklich nicht bezeichnen. Die Partei ist halt definitiv noch zu unbekannt, viele haben von ihr erst in den letzten 2 Monaten gehört.

    • Nerdsnacks
    • Hut ab Qualitätsjournalismus! Offensichtlich ist da genauestens recherchiert und analysiert worden. Wie sonst hätte solch eine kompetente und hochwertige Zeitungsmeldung zustanden kommen können?

    • Fischer
    • Ich vermute mal, der Artikel ist gar nicht so gemeint. Der Autor hält sich wahrscheinlich nur für witzig. Und Recherche lohnt sich für so nen kleinen Kasten eh nicht, schon gar nicht für ne Tageszeitung…

    • Muriel
    • Um hier mal einen ganz anderen Aspekt anzusprechen: Was ist “abgeschifft” eigentlich für ein Wort? Ist das wirklich ein nautischer Ausdruck (Segler hier?) oder hat der spaßige Verfasser sich das einfach ausgedacht, um noch so eine urkomische Referenz zu den Piraten unterzubringen? (Das mit der Entertaste fand ich gar nicht mal so schlecht, auch wenn’s nahe liegt.)

    • juliaL49
    • Wurde das wenigstens als Leserbrief abgedruckt? Oder gab es eine persönliche Reaktion? Wäre wunschenswert 🙂

      Muriel, unter “abgeschifft” verstehe ich eher jemanden, der gerade auf dem Klo war…

    • der_michael
    • Nein, es gab noch keine Reaktion der Stuttgarter Zeitung. Habe sie selbst aber auch nicht abonniert.

    • Muriel
    • OK, hatte ich wieder keine Ahnung. Das macht es aber im Hinblick auf den Artikel nicht besser, oder?

    • Basti.G
    • Die Katze lässt das Mausen nicht… oder kann es Zufall sein, dass sich die vielen (durchaus dilettantisch) versteckten Schmähungen der Piraten in der Stuttgarter Zeitung in diesen Tagen häufen?
      Siehe dazu der Zuckerfisch-Cartoon vom 24. September oder gar die unsägliche Glosse von Erik Raidt vom 25. September. Da könnte man ja fast meinen, da fürchten einige Leute die 5%-Hürde.
      Wahrscheinlich haben die Autoren aber einfach die Ironie-Tags vergessen. Ja, das wird’s wohl sein!