Ich konsumiere am iPhone eher Audiopodcasts, während ich Videopodcasts lieber aufdem iPad oder Apple TV ansehe. Ausserdem synchronisiere ich lieber nur die Audio Dateien auf mein iPhone, da der Speicher dort eher begrenzt ist. Leider ist es nicht unbedingt auf Anhieb möglich, nur bestimmte Arten von Podcasts automatisch übertragen zu lassen. Aus diesem Grund synchronisiere ich ab sofort nur noch eine einzige Smart Playlist, die genau die Podcasts enthält, die ich gerne als nächstes hören möchte.

Die Smart Playlist kurz erklärt

  1. Media Kind is Podcast
    Damit stelle ich sicher, dass es sich nur um Dateien handelt, die automatisch von iTunes herunter geladen wurden bzw. diese dann auch noch als Podcast klassifiziert wurden.
  2. Plays is less than 1
    Wenn ich die Datei bereits angehört habe, dann wird diese ausgelassen bzw. bei der Auswahl übergangen.
  3. Kind does not contain movie
  4. Kind does not contain video
    Die Spezifikation für Podcast-Quellen ist nicht unbedingt sehr präzise, deswegen musste ich sowohl movie als auch video angeben um Video-Podcasts auszuschließen.
  5. Kind does not contain pdf
    Manche Podcasts kommen mit digitalen Booklets im PDF Format. Diese möchte ich dann natürlich auch noch ausschließen.

Und damit sie in chronologischer Reihenfolge bleiben, befinden sich nur die ersten 25 least recently added Elemente in der Liste.

Podcast#iPhone#iTunes#podcast#technisches
HTML 5 Logo

Mit der nachfolgenden kleinen Anleitung, ist es möglich, direkt vom iPhone Audio- und Videobeiträge in einem WordPress-Blog zu veröffentlichen. Wenn der Webbrowser des Seitenbesuchers das Videoformat unterstützt, dann kann er es direkt im Beitrag ansehen, wenn nicht, dann kann er es alternativ über einen angezeigten Downloadlink herunterladen. Das gleiche gilt für Ton-Dateien. Die Betreffzeile wird als Überschrift für den Beitrag verwendet, der Inhalt samt Dateianhang erscheint als Textkörper im Beitrag.

Vorraussetzungen

  • iOS Device mit Videokamera (iPod Touch/iPhone 3GS, 4/iPad 2) (bei Amazon kaufen)
    Oder jedes andere Mobiltelefon, dass Videos (oder Audiodateien) erstellen und per eMails versenden kann. (z.B. Google Android Mobiltelefone mit Videokamera)
  • WordPress Blog
    • Ihr müsst Plugins installieren und manipulieren können (Entweder im WordPress Dashboard oder auf Kommandozeile)
  • Postie Plugin für WordPress
  • Extra eMail-Adresse die nur zum Videobloggen benutzt wird.

Randbedingungen

Es gelten ein Paar Randbedingungen, die man zumindest kennen sollte. Die maximale Größe der Multimediadatei wird durch die maximale zulässige Größe eines Dateianhangs in eurem eMail-Account bestimmt. Natürlich braucht ihr ebenfalls ein ausreichendes Limit, was an Dateien in euren Blog hochgeladen werden darf. Die eMail-Adresse sollte ausschließlich zum bloggen benutzt werden, da alle Nachrichten direkt als Blogbeitrag auftauchen. Sie sollte dadurch natürlich nicht weiter publiziert werden. Ich selbst verwende eine Adresse nach dem Schema: blogname_ganzvielebuchstabendundzahlen_vielleichteineprüfsumme@mail.tld. Über einen Eintrag im Adressbuch vom iPhone muss ich mir die ganze Zeichenkette zum Glück nicht merken.
Das hochgeladene Video wird 1:1 aus der eMail übernommen und auf dem Blog-Server in keinster Weise manipuliert. Alle Nachbearbeitungen und Konvertierungen solltet ihr (sofern möglich) vor dem absenden der eMail abgeschlossen haben. Vom bereitgestellten Video-Format hängt ab, ob das Video auf eurer Webseite dem Besucher angezeigt wird oder nicht. Das iPhone Quicktime Videoformat und M4A Audioformat kann im (mobile) Safari-Webbrowser problemlos abgespielt werden, Chromium in seiner aktuellen Version (12.0.706.0 (78515)), zeigt dagegen keins von beiden an. Bei verschiedensten Ausgabeformaten durch Geräte anderer Hersteller, kann sich das natürlich komplett anders verhalten. Anstelle von HTML5 kann man natürlich auch auf das veraltete/obsolete Flash Format setzen und das Video in einen Player einbetten.

Anleitung

Jetzt geht’s los. Alle oben genannten Voraussetzungen sind erfüllt, das heißt, das Plugin ist installiert, die eMail-Adresse angelegt, das iPhone liegt neben uns auf dem Schreibtisch…

Als erstes richten wir das Postie-Plugin ein. Unter “Mailserver” geben wir die Verbindungsinformationen für die angelegte eMail-Adresse ein. Über “Test Config” können die Einstellungen überprüft werden. Einstellungen wie “Delete email after posting” und “Check for mail every” sind persönliche Geschmackssache.
Unter “User”, setzen wir “Allow Anyone to Post via Email” auf NO. Damit wird verhindert, dass unser Blog und die eMail-Adresse missbraucht werden, sollte die Adresse doch einmal bekannt werden. Damit wir selbst aber noch darauf zugreifen dürfen, trägt man unter “Authorized Adresses” seine eigenen eMail-Absende-Adressen ein. Unter “Post Status” habe ich “Published” ausgewählt, damit die Beiträge sofort im Blog erscheinen, wenn die eMail gelesen wird. Hinter dem Karteikartenreiter (=Tab) “Message” kann ich das Nachrichtenformat an meinen Mailserver anpassen. Freemailer neigen zum Beispiel dazu, zusätzlichen Inhalt an die eMail anzuhängen. Diesen oder eine eventuelle Standardsignatur, kann man an hier herausfiltern, indem man das Nachrichtenformat genauer beschreibt.
Jetzt wird es spannender. Unter “Image” und besonders unter “Video and Audio” kann man nun festlegen, wie ein Beitrag dargestellt werden soll, der per eMail ausgeliefert wurde, zum Beispiel ob das Video vor oder nach dem Beitragstext erscheinen soll. Hier ist eurer eigenen Kreativität in HTML keine Grenze gesetzt. Ich zum Beispiel benutze folgenden HTML5 Code für Video-:

<p align="center">
<video controls="controls" style="max-width:640px" src="{FILELINK}" preload="metadata"></video>
</p>
Download: <a href="{FILELINK}">{FILENAME}</a><p><small>
*(Wenn dein Browser die Datei nicht direkt abspielen kann,
 dann musst du sie über den Download-Link herunterladen.)</small></p>

 

und für Audiodateien:

<p align="center">
<audio controls="controls" style="width:640px;" src="{FILELINK}" preload="metadata"></audio>
</p>
Download: <a href="{FILELINK}">{FILENAME}</a><p><small>
*(Wenn dein Browser die Datei nicht direkt abspielen kann,
dann musst du sie über den Download-Link herunterladen.)</small></p>

 

Was man genau alles mit dem <video> und <audio> Tag alles anstellen kann, dass lest euch bitte auf dem einschlägigen Seiten selbst an.

Achtung: Die Dateiformate, die das iPhone für Bewegtbilder und Tonaufnahmen verschickt, sind als Standartwert nicht definiert. Für Videoaufnahmen müssen wir unter “Video 1 file types” den Wert quicktime in die Liste einfügen, und für “Audio file types” den Wert x-m4a. Am besten ihr testet vorher aus, welche Formate aus eurem Mobiltelefon herrausfallen, wenn ihre Multimediadateien per eMail versendet. (Es könnte notwendig sein, dass ihr die Datei postie-functions.php im Plugin-Ordner manipulieren müsste, um spezielle Dateiendungen bzw. Mime-Types verfügbar zu machen)

Testlauf

Für einen Testlauf, stellen wir unter “Post Status” am besten “Pending Review” ein, damit der Testbeitrag nur für uns sichtbar ist. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, die Einstellungen zu überprüfen. Vom iPhone verschicken wir jetzt wahlweise ein Video oder eine Tonaufnahme an die definierte eMail-Adresse. Ist die eMail versandt und in unserem Mail-Account angekommen, kann man über “Run Postie”, das Script auslösen, dass jetzt diese Mail als Blogbeitrag importieren soll. Dadurch muss man nicht auf das Ablaufen des eingestellten Zyklus warten. Außerdem erhält man auf der nachfolgenden Seite wichtige Informationen für den eventuellen Fehlerfall.

An den Einstellungen für Darstellung und Dateiformat, kann man jetzt nach belieben rumspielen, bis man Werte gefunden hat, die für einen selbst und das eigene Blog passend sind.

Fertig

Jetzt stellen wir den “Post Status” wieder auf den produktiven Wert ein und können ab sofort Beiträge ins Blog hochladen.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Über CDN-Plugins wie W3TC, kann man das Video automatische in die Cloud hochladen lassen, so dass diese nicht vom eigenen Webserver ausgeliefert werden müssten.

Allesblog#Android#html5#iPhone#wordpress
    • Akku
    • Danke 🙂

      Komisch, ich kann dich nicht flattrn. Auf der offiziellen Flattr-Seite konnte ich allerdings ein Item flattrn … ist hier was komisch?

    • Michael Henke
    • Hmm, welchen Knopf hast du denn genau benutzt, der nicht funktioniert hat?

    • Akku
    • Den unter dem Beitrag, es gab irgendeine AJAX Aktivität, der Button wurde reloaded, war aber immer auf 0. Jetzt konnte ich klicken. Vielleicht nur ein kleines bisschen Entropie. 🙂

Michael: iPhone Offline

Ein Selbstexperiment: Einen Monat lang den mobilen Datenzugriff auf das EDGE bzw. UMTS Netzwerk unterbinden. Über die im Cydia-Store verfügbare iPhone Firewall habe ich einen Monat lang Funkverkehr, der nicht über das WLAN stattfand, unterbunden. Wenn man zum Beispiel auf dem regelmäßigen Weg zur Arbeit an ein oder zwei WiFi-Hotspots vorbeikommt, dann ist das gerade noch erträglich, aber ein Offline iPhone macht sonst kaum Spaß. Man kastriert das Gerät natürlich um genau die Funktion, die es so faszinierend macht.

Gowalla/Foursquare/Google Latitude

Außer Haus ist man auf öffentliche WLANs bzw. kostenlose Funk-Zugriffs-Punkte angewiesen. Die Granularität der einzelnen Punkte, gerade bei Latitude, wird dadurch sehr sehr grob. Die Highscore-Jagd bei Foursquare kann man auf jeden Fall vergessen. Keine Chance mit Offline iPhone.

PingChat/Boxcar/Prowl

Kurznachrichtendienste, die auf Apples Push-Notification-API aufsetzen, verkommen zur auffallenden eMail, die sich sofort meldet, wenn mal ein Freifunk in der Nähe ist. Der unmittelbare Charakter geht dabei vollkommen verloren.

Twitter/Facebook

Twitter bietet die Möglichkeit, alle spontanen Tweets, wie bei eMail, in einer Outbox zu speichern, und sendet diese ab, sobald man wieder mit dem Internet verbunden ist. Die Zeitnähe ist allein vom Abstand zum nächsten Funknetz bestimmt. Bei Facebook passiert hingegen nichts. Man kann zwar alte Beiträge noch nachlesen, sonst ist die Facebook App Offline aber komplett nutzlos.

Reeder

Offline Lesen ist nicht so das große Problem. Hier schränkt das Offline iPhone auch nicht so stark ein. Gerade bei Reeder, von Silvio Rizzi, kann man, bei verfügbarem Funknetz, die neuen Artikel synchronisieren und auf das Gerät runterladen und dann auch unterwegs konsumieren. Die gleiche Funktion bietet auch Instapaper an.

Instapaper

Leider funktioniert die Instapaper API nur bei einer verfügbaren Internetverbindung. Aufrufe aus der Twitter oder Reeder App verpuffen im Leeren. Den Instapaper Account kann man Offline nicht mit Inhalt füllen.

Als nächstes werde ich, ebenfalls über Firewall-Regeln, den Zugriff auf das mobile Internet nur bestimmten Apps gestatten. Zuallererst werde ich PingChat! dafür freischalten, da ich nur wirklich sehr schwer auf den Kurznachrichtendienst verzichten konnte und mich sogar beim gehäuften SMS schreiben erwischt habe, ein für mich nicht erstrebenswerter Zustand.

iPhone Offline

Allesblog#3G#Edge#facebook#foursquare#gowalla#iPhone#Offline#Twitter#UMTS

Michael: iPad 2 IPv6

Apple iPad 2 (white)

Die Firma, für die ich arbeite, schreibt, in “amerikanischer Tradition”, natürlich auch ein Weblog. In meinem Instapaper Acount hat sich aus diesem Blog ein Beitrag geschlichen, mit der Überschrift: “Is your corporate network ready for the iPad 2?

Frustriert war ich bereits nach dem zweiten Satz. Denn fasst man den Inhalt auf das Thema iPad 2 zusammen, dann bleibt von dem Blogpost folgendes übrig:

Is Your corporate network ready for the iPad 2?

The launch of the new iPad is the latest in a long line of portable devices that are dramatically increasing the mobility of access to information and collaboration.

Natürlich trifft die Aussage bereits auf das erste iPad zu. Der Rest des Beitrags dreht sich um IPv6 in (Unternehmens-)Netzwerken.

Man hätte an dieser Stelle das “iPad 2” auch durch das “iPhone 4” ersetzen können. Denn bereits das kleine Schwarze beherrscht bereits IPv6. Natürlich ist mit dem neuen iPad 2 in der Überschrift der ein oder anderer interessierte dumme Leser wie ich mehr zu gewinnen, denn das iPhone 4 gibt es bereits seit Juni vergangenen Jahres und während die Welt auf das iPhone 5 wartet lässt sich damit (als Weltneuheit) kaum noch jemand hinter dem Ofen hervorlocken.

Allesblog#Alcatel-Lucent#iPad#iPhone#IPv6
    • mysha
    • Zum einen finde ich die überschrift als Aufreißer ganz gut, da IPv6 ein wichtiges Thema ist, über das sich Firmen, bzw deren Netzwerkadmins, besser früher als später Gedanken machen sollten.
      Zum anderen verstehe ich nicht ganz, was das mit iPad oder iPhone zu tun hat, denn andere mobile Endgeräte unterstützten IPv6 schon seit vielen Jahren.

    • Michael Henke
    • Mit “anderen mobilen Endgeräten” kann man keine Leser auf den eigenen Blog locken. Das IPv6 ein vergleichsweise “Alter Hut” im Handheldbereich ist, verschweigt man doch gerne, wenn man dafür mit dem hippen iPad 2 auf sich aufmerksam machen kann…