Michael: 4 * 20 + 10 + 9

Guten Morgen, es ist halb 10 und eigentlich muesste man ja arbeiten. Erstmal Bloggen!
Schein ein neues Hobby zu sein, mit dem man sich ganz schnell anfreunden kann. Jedenfalls hab ich die Blogs meiner amerikanischen Arbeitskollegen gelesen und war sofort infiziert…

Wer das Glueck hatte Franzoesisch in der Schule lernen zu duerfen, den wunder ja warscheinlich garnichts mehr. Wenn man sich aber die franzoesische Sprache selbst aneignen will und noch dazu nur knappe 2 Monate zeit hat, der wundert sich ueber einiges.

>> Die franzoesische Sprache liegt irgendwo zwischen Englisch, Franzoesisch und ein bischen Deutsch. <<

Das mag vielleicht daran liegen, dass die Sprachen zum groessten Teil der romanischen Sprachfamilie angehoeren? Manchmal hat man den Eindruck, man hat damals einfach nur Vokabeln anderer Sprache genommen und aussprache dazugetan, die keienr Versteht und schon war die eigene Sprache geboren.

Es ist jedenfalls nicht schwer sich Anhand franzoesischer Beschilderung auf einem grossen Bahnhof oder in der Metro zurechtzufinden. (Uebrigends in Frankreich faehrt die Metro auf Raedern wie ein Auto und wird nur an Schienen gefuhert!) Jedes mal, wenn man franzoesisch liest glaubt man zu meinen, das Wort von irgendwoher zu kennen und die bedeutung zu erraten ist dann auch nicht mehr schwer…

Ausserdem haben die Franzosen eine eigenwillige Art zu zaehlen. Sie habe zwar das arabische Zahlensystem wie wohl die meisten Euopaeer aber sie sprechen sie zum teil recht seltsam aus. Die Zahl 99 zum Beispiel ist im deutschen neunundneunzig oder im englischen ninetynine. Es is offensichtlich, das die Zahl mit den zwei 9en gemeint ist.
Die franzosen sind da etwas eigen. Sie kennen zwar die 99, koennen allerdings nicht so weit zaehlen. Vielleicht sind ihnen auch einfach die komischen Woerter ausgegangen? Die Zahl 99 in franzoesisch ist jedenfalls quatre-vingt-dix-neuf zu deutsch 4-20-10-9.

Vielleicht kann mir ja mal Jemand, der sich besser damit auskennt, erklaeren warum das so ist? Sind schon sehr komisch die Franzosen…

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Wer jetzt denk, dass ist die Kurzbeschreibung eines erfolgreich durchfeierten Wochenendes, der liegt falsch. So, oder so aehnlich wuerde die knappe Umschreibung meiner ersten Woche in Frankreich lauten!
Es waren noch keine 4 Tage vergangen und ich dachte schon, dass kann ein ziemlich langweiliger Aufenthalt in Frankreich werden. Kein Auto, Keine Leute die man kennt, niemand versteht einen und an selbst franzoesisch zu sprechen war garnicht zu denken.

Man muss sich beim Mittagessen nur an den richtigen Tisch setzen und schon nimmt das Leben eine Wendung.

Es war an einem Freitag Mittag. Ich war auf dem Weg zur Kantine. Um mich herum nur Menschen die sich durch Urlaute miteinander unterhielten. Sie nenen es franzoesisch. Auf einmal spricht mich jemand an. Er redet englisch mit franzoesischem Akzent. Wie ich spaeter herrausfand kann man ihm das nicht vorhalten, er ist Kanadier.

Also assen Philippe Grandmont und ich zusammen Mittag und unterhielten uns. Dabei stellte sich herraus, das wir nur 131 Meter Voneinander entfernt wohnen. Und da ja zur Zeit die Euro2004 laeuft, wurde ich Eingeladen das Spiel zu sehen.
Und schon war meine dunkle Vorahnung weggeblasen.

Mitlerweile bin ich um einige Erfahrungen reicher, was internationale Alkoholika angeht: Lass die Finger vom Rigard, wenn du am naechsten Tag noch arbeiten musst! Rigard ist ein Anisschnapps mit 47 Vol. % und wird verduennt mit kaltem Wasser getrunken, ungefaehr 1:5 gemischt. 2 Glaeser und ich bin doppelt so weit heimgelaufen…

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